Verhalten

Nymphensittiche sind sehr kommunikative Wesen. Sie unterhalten sich nicht nur gern untereinander sondern können auch ihrem Halter oder Halterin mitteilen in welcher Stimmung sie sich befinden.
Durch die richtige Interpretation der Körpersprache und Mimik können so schmerzhafte Schnabelhiebe vermieden werden.

Stimmungsbarometer Federhaube

Die Federhaube der Nymphensittiche ist ihr Stimmungsbarometer, so wie ihre Cousins, die Kakadus können uns die Nymphensittiche auch mitteilen, welcher Gemütslage sie sich befinden.
Hier sind ein paar Beispiele:

Interessiert

Ihr Sittich hat die Haube aufrecht stehen, so ist er oder sie interessiert an seiner Umwelt und signalisiert, dass er oder sie bereit zum Spielen ist.

Bibi beobachtet aufmerksam ihre Umgebung. Einen Augenblick braucht sie, um zu entscheiden, was sie als Nächstes anstellen möchte.

 

In Alarmbereitschaft und Angst

Sittiche sind Fluchttiere, alles, was sie nicht kennen könnte, gefährlich sein. Zum Beispiel, wenn Vogelhalter das Vogelzimmer oder die Voliere mit neuem Spielzeug ausstatten. Wie signalisieren Nymphensittiche Alarmbereitschaft?
Die Federhaube steht steil nach oben oder kippt förmlich über den Kopf des Sittichs über. Hat ein Nymphensittich Angst, legt er seine Federhaube an und faucht. Verursacht der Vogelhalter diese Angst, sollte man sich zurückziehen und den Vogel in Ruhe lassen.

Gerda noch ganz neu im Schwarm. Mithilfe ihrer Federhaube signalisiert sie, dass sie auf der Hut ist. Mittlerweile hat es sich gelegt und vertraut ihren Haltern.

Schlafen und Dösen

Nymphensittichen sind lebhaft Vögel, aber das heißt nicht das sie keine Pause brauchen. Wurde ausgiebig gespielt (geschreddert, in der Wühlkiste oder sich mit anderen Nymphensittichen beschäftigt) heißt es Energiereserven aufladen.
Das geht am Besten über ein ausgiebiges Nickerchen.

Zu Dolle getobt!? Da muss auch mal die Halterin als Schlafplatz herhalten.

 

Ein kleines Nickerchen reicht meist schon aus, um für den Nachmittag wieder fit zu sein.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Balzverhalten

Jeder Vogelhalter, der ein Paar Nymphensittiche hält, hat dieses Verhalten schon beobachten können. Der melodische Gesang seines Hähnchens oder das beeindruckende Kopfen oder das Hüpfen in Kombination mit den Herzflügeln soll die angebetete Dame beeindrucken.

Speedy singt seiner Liebsten ein Lied, dabei formt er mit seinen Flügeln ein Herz.

Ansicht auf seine Flügel in Herzform

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jedoch sollte man als Vogelhalter darauf achten, dass es nicht dazu kommt, seine Sittiche brüten zu lassen. Denn eine Brut muss gut vorbereitet werden. Der Halter riskiert ansonsten das Leben seiner Henne und auch die der daraus entstandenen Küken. Deshalb überlässt man, dass züchten nur den erfahrenen Züchtern.

 

Abkühlung erwünscht

An heißen Sommertagen leiden nicht nur die Menschen, auch dem Nymphensittich kann es zu warm werden, da unsere gefiederten nicht schwitzen können. Ist es dem Sittich zu warm, spreizt er seine Flügel und versucht sich schmal zu machen. Ist es zu heiß, fängt der Sittich an zu hecheln, über eine Abkühlung würde er sich sehr freuen.

 

Ein lauwarmes Bad kühlt auch kleine Hitzköpfe ab

Speedy genießt die Dusche, danach wird in, mühseliger kleinst arbeit jede Feder neu sortiert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gefiederpflege

Gefiederpflege spielt im Alltag der Sittiche eine große Rolle. Neben der individuellen Gefiederpflege ist es auch in der Gruppe üblich, sich gegenseitig zu pflegen. Deshalb ist es wichtig, die Sittiche als Paar oder als kleinen Schwarm zu halten.

 

Laute

Anhand der Laute kann der Halter ableiten, in welcher Stimmung sich sein Vogel befindet. Die Hähne sind Gesangstalente um ihre Liebste zu beeindrucken wird, sooft es geht, gesungen. Die Hennen sind dagegen ruhig, sind sie zufrieden brabbeln sie gern vor sich hin. Ob Hahn oder Henne beide Geschlechter können, wenn es die Situation erfordern schrill schreien, mit diesen Warnrufen möchte der Vogel auf seinen Frust aufmerksam machen (eventuell möchte er raus aus der Voliere) oder ihm nähern sich Tiere, die ihm potenziell gefährlich werden können.