Haltung

Nymphensittiche werden häufig als “Anfängervogel” bezeichnet. Dennoch sollte man vor der Anschaffung einige Punkte beachten:
– den Platzbedarf
– Anschaffungskosten für die Voliere
– laufende Kosten für Spielzeug und Futter
– Kosten für Tierarztbesuche
– eine Betreuung für die Urlaubszeit oder im Krankheitsfall

Die passende Voliere

Der Käfig ihres gefiederten Freundes ist sein Spielplatz, Ruheraum und Hautfutterplatz. Hier kann sich der Nymphensittich zurückziehen, entspannen oder in Ruhe spielen. Deshalb ist es wichtig, dass sie ihrem neuen Familienmitglied die eine Voliere, die optimale Größe hat, bereitstellen. Die Mindestanforderung für eine Voliere beträgt 2m x 1m x 1m (Lx Bx H). Nymphensittiche nutzen auch viel mehr den Raum in die Breite aus, deshalb sollte man auf sogenannte Turmvolieren verzichten. Auch die Wahl des richtigen Standortes ist wichtig. Nymphensittiche sind Fluchttiere, deshalb ist es wichtig, die Voliere an einer Wand zu platzieren. Ebenfalls sollte der Standort an einen hellen Platz sein, vor Zugluft, ohne direkte Sonneneinstrahlung und fern von Heizkörpern stehen. Auch die Küche oder in der Nähe der Küchen ist es kein idealer Standort für eine Voliere.

Die Ausstattung der Voliere

Um die Gesundheit und das Wohlbefinden ihres Vogels zu erhalten, ist es wichtig darauf, zu achten die richtige Wahl der Sitzstangen zu treffen. Nymphensittiche verbringen einen Großteil des Tages auf den Füßen. Nur im Flug entlasten sie ihre Füße. Deshalb ist es wichtig darauf zu achten, dass die Sitzstangen nicht aus Plastik bestehen. Sitzt ein Nymphensittich überwiegend auf solchen Plastiksitzstangen, kann es unter umständen zu, schmerzhaften Druckstellen, Fußsohlengeschwüre und Schädigungen kommen.

Flugmöglichkeiten

Nymphensittiche sind bewegungsfreudige Tiere, auch bei der Wohnungshaltung muss ihnen täglich für mehrere Stunden Freiflug gewährt werden. Haben Nymphensittiche zu wenig Platz oder fliegen viel zu wenig droht Übergewicht, die Flugmuskulatur bildet sich zurück und ihr Sittich wird zum Schreier oder Rupfer.

Beschäftigung

Frei lebende Nymphensittiche verbringen 80 % des Tages damit Futter zu suchen. Nymphensittiche, die von Menschen gehalten werden, müssen sich keine Gedanken um die Nahrungssuche machen, deshalb ist es wichtig, für Abwechslung zu sorgen. Nymphensittiche nagen gern, wer in der Wohnung nicht genügend Material zum Nagen hat, wird schnell feststellen, dass Möbel, Tapeten oder Bücher dem Trieb schnell, zum Opfer fallen. Beschäftigung für die Nymphensittiche zu organisieren muss nicht teuer sein. Frische Zweige von Obstbäumen oder eine Wühlkiste ist schnell zusammengestellt.

 

Eine Wühlkiste gefüllt mit verschiedenen Materialien, wie Heu, Buchenholzeinstreu und getrocknete Wiesenkräuter.

Pärchen oder Schwarm

Bevor man sich Haustiere anschafft, sollte man vorher in Erfahrung bringen, ob das Haustier ein Einzelgänger ist oder sich mit anderen Artgenossen wohler fühlt. Nymphensittiche sind wie alle Vögel Schwarmtiere. Halten sie ihren Nymphensittich allein, kann es zu psychischen Störungen kommen. Ihr Nymphensittich macht sich stundenlang durch lang anhaltendes Schreien bemerkbar oder er rupft sich die Federn. Der Menschen kann keinen Artgenossen ersetzten, auch einen anderen artfremden Vogel (z. B. Wellensittich) dazu zusetzten macht keinen Sinn, da sie in unterschiedlichen Sprachen kommunizieren.
Je nachdem, wie viel Platz für ihr neues Haustier vorhanden ist, sollten mindestens zwei Nymphensittiche gehalten werden (bevorzugt eine Henne und ein Hahn).

Umso größer der Schwarm, umso wohler fühlen sich die Nymphensittiche

Liebevolles Kraulen zwischen einem Pärchen